“In modern media, you could make the case that the best way forward is to listen carefully to what the industry has to say and then do the exact opposite.
“Da wir eine alte Gesellschaft sind, werden Sie noch ziemlich lange mit Print Geld verdienen. Tun Sie das! Reiten Sie, anders als der alte Indianer empfiehlt, auch das tote Pferd weiter. Aber denken Sie immer daran: Vinyl ist kein Geschäftsmodell! Jedenfalls nicht für eine Industrie. Und reiten Sie den Print-Gaul nur so lange weiter, wie Sie wirklich Geld verdienen, also ohne korrumpierende Erlösmodelle (Werte!) und ohne ihr Blatt so kaputt zu sparen, dass es inhaltlich vom Anzeigenblatt nicht mehr zu unterscheiden ist. Denn dann sind sie doppelt tot, in ihrer Holz- und ihrer Digitalvariante.
Easy Like Sunday Morning
Embroidered newspapers by San Francisco based artist Lauren DiCioccio
She says: “My work investigates the physical/tangible beauty of commonplace mass-produced media-objects, most recently: the newspaper, magazines, office papers and writing pads, plastic bags, 35 mm slides. These media are becoming obsolete, replaced by the invisible efficiency of various technologies. In some cases, this transition is a good thing- faster transmission and distribution of information, streamlined systems, openness to user input, less waste. But a hole is left behind by the disappearance of these everyday objects. What will happen when we no longer touch information? When newsprint does not rub off onto our fingertips? When we no longer write longhand? …”
In Berlin beginnt heute (wie gesagt) die re:publica (hier das Blog der SZ). Der Hamburger Medienjournalist Alexander Svensson ist deshalb ins Archiv gestiegen und hat die Plakate der vergangenen Konferenzen herausgesucht - diese sind sehr sehenswert auch wenn sie “eventuell minimale Authentizitäsdefizite” aufweisen.
“Trotzdem hat sich MEEDIA wirtschaftlich immer etwas schwer getan. Das lag vor allem daran, dass MEEDIA bisher ein Internet-Only-Unternehmen ist. Für eine gute Rentabilität hätten wir – wie die Konkurrenz – um MEEDIA herum expandieren müssen: wir hätten einen großen Stellenmarkt einführen, Seminare und Kongresse veranstalten und auch noch ein Print-Produkt machen müssen.
“Die meisten wollen später entweder die Seite 3 einer großen Zeitung vollschreiben, oder für einen Fernseh- oder Radiosender arbeiten. Interessant finde ich, dass die Schüler diese traditionellen Medien im Alltag selbst kaum nutzen. In ihrem Leben spielen Online-Portale eine viel wichtigere Rolle. Aber dort arbeiten wollen sie nicht so gerne.
“Die Bushido-Story zeigt auch, wie machtvoll das Medium Print sein kann, wenn Form und Inhalt stimmen. Das Fernsehen hat die Macht des bewegten Bildes aber es versendet sich auch vieles. Als geschriebener Text ist die Geschichte vom Rap-Star, der sich in die falschen Kreise begibt, etwas Bleibendes. Schwarz auf Weiß, wie ein spannender Krimi. Aber es ist echt, es ist Journalismus. Guter Journalismus. Dazu kommt ein tolles Layout, das mit der überdimensional vergrößerten Unterschrift des Rappers unter die verräterische Vollmacht einsteigt. Bei allen Prügeln, die Blätter wie der stern in der Vergangenheit für Larifari-Titel immer wieder einstecken mussten: Eine Story wie “Bushido und die Mafia” kann einem den Glauben an den Journalismus so ein bisschen zurückgeben.
“Slowing down the digital flow.”
A new site called Blackstrap will let you turn articles you’ve saved on Instapaper, Pocket, Twitter … into a $15 printed book. How it works? Who needs such a service? Here is an interview (Huffington Post, 04/09/2013).
… solange die taz so schöne Schlagzeilen macht.
Digital rebel ;-)
Was freie Journalisten verdienen: Der Berufsverband Freischreiber listet anonym gemeldete Honorare von Zeitungen und Zeitschriften in einem Blog auf Tumblr auf.
Die Liste ist – so sehen es die Macher - “ein Honorarpranger”, aber auch “eine Empfehlungsseite für gute Auftraggeber”.









